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Blüms Kehrtwendung

Der Ex-Bundesarbeitsminister Norbert Blüm wird immer wieder mit seiner 1986 ins Leben gerufenen Werbekampagne in Erinnerung gebracht in der verkündet wurde. „Denn eins ist sicher: Die Rente“. Nun, vor wenigen Tagen im Zusammenhang zum Festakt des 125-jährigen Jubiläums der gesetzlichen Rentenversicherung kommt Blüm zur Erkenntnis, dass er hier wohl revidieren muss. In einem Zeitungsinterview der Saarbrücker Zeitung sagte er u.a. dass die Rente bei weiter sinkendem Rentenniveau in die Nähe der Sozialhilfe komme. Wie Recht Blüm damit hat. Man braucht wahrlich kein Prophet sein, um zu verstehen, dass sich ein System in das immer weniger und später einbezahlt wird, in Verbindung mit deutlich mehr Rentnern, die erfreulicherweise immer länger Leben, nicht mehr finanzieren lässt. Deshalb ist auch klar, dass kommende Rentnergenerationen de facto nicht mehr bekommen werden als eine Rente in Höhe der Grundsicherung. Obwohl das mediale Echo aus Blüms Kehrtwendung interessanterweise sehr schwach geblieben ist, scheinen die Bürger das Problem teilweise erkannt zu haben. Allerdings ist die Umsetzung seit Jahren mehr als dürftig. Denn mit Bankanlagen und Kapitallebensversicherungen können geplante Vermögensziele nicht mehr erreicht werden. Interessant in diesem Zusammenhang sind weltweit die vermehrten Umschichtungen von Staatsanleihen in Aktien. Wie der riesige norwegische Staatsfonds (besitzt über 1 % aller Aktien weltweit) stellt nun auch der große japanische Pensionsfonds seine Anlagestrategie radikal um. Künftig wird der Anteil von Zinsanlagen deutlich zugunsten Aktien- und weiteren Sachwertanlagen umgeschichtet. Wer langfristig zu denken gewohnt ist, der braucht sich gerade auch als regelmäßiger Sparer von den stets wiederkehrenden Schwankungen der Aktienkurse nicht in die Irre führen lassen. Die Erkenntnis, dass Aktien langfristig wesentlich bessere Renditen aufweisen als Zinsanlagen, ist empirsch belegt. Viele gute Ideen, wie man Chancen und Risiken von rentableren Anlagen unter einen Hut bekommt, liefern wir gerne.  Ein erfolgreiches Jahr 2015 wünscht das Alber und Kopf Geldanlagehaus

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